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Die Goldfarben

Die Goldfarben

Es gibt genau eine natürliche Goldfarbe. Und diese Farbe ist das wunderschöne, warme, uns bekannte Goldgelb. Diese typische Goldfarbe kennen wir aus Filmen, dem Museum und unserer Vorstellung von den Hochkulturen zum Beispiel dem alten Ägypten. Es ist in unserer Vorstellung von Gold bei den meisten Menschen recht ähnlich verankert. Alle anderen Goldfarben sind von Menschenhand gemacht oder eben fachsprachlich legiert. Dabei entstehen viele unterschiedliche Farbnuancen. Zu den Farbnuancen kommen auch noch verschiedene Stufen an Reinheit, die sogenannten Karat hinzu.

Gold wird legiert

Jedem Gold, das zu einem Schmuckstück oder Gegenstand verarbeitet wird, wird ein klein wenig von einem anderen Metall beigemischt. Ein kleiner Tropfen von flüssigem Kupfer in flüssigem Gold und ergibt einen leicht rötlichen Schimmer. Damit wird das Gold auch härter und somit praktischer in der Verarbeitung. Das Legieren ist ein wichtiger Schritt, damit Gold zu stabilem Schmuck, Accessoires und anderen Gegenständen verarbeitet werden kann. Denn, pures Gold ist so weich wie Zinn. Ein dünner Ring aus ganz reinem Gold könnte ohne Probleme zwischen Daumen und Zeigefinger zerdrückt werden, weil es so weich ist. Damit die verschiedenen Metalle überhaupt vermischt werden können, werden diese solange erhitzt, bis sie sich verflüssigen und die Metalle ineinander verfliessen können. So ungefähr wie Schokolade und Milch, allerdings benötigt man natürlich für die Metallschmelze deutlich höhere Temperaturen.

Wieso wird Gold legiert?

Für die mechanischen Eigenschaften

Pures Gold ist sehr weich, etwa so weich wie Zinn. Damit Gold zu Schmuck verarbeiten kann muss es widerstandsfähig, verformbar, belastbar und dehnbar sein. Dies wird erreicht, indem zum Beispiel Kupfer und Silber beigemischt wird. Durch die Mischung bekommt das Gold die gewünschten Eigenschaft und somit die gewünschte mechanische Belastbarkeit. 

Für die Goldfarbe

Dank der Legierung kannst du zwischen weissem Gold, verschiedenen Rotgold Nuancen, dem klassischen Gelbgold und weiteren Gelb-Nuancen wählen. Sogar eine Grüngold Legierung existiert. Diese Farbenvielfalt kann nur durch das Beimischen verschiedener anderer Farb- und Edelmetalle wie zum Beispiel Silber, Kupfer, Palladium, früher auch Nickel, erreicht werden.

Wird das Gold mit einem höheren Gehalt an Kupfer als beispielweise Silber legiert, entsteht Rosé- oder Rotgold. Wird mit mehr Silber legiert, entsteht ein helles Gelb bis grünliches Gold.

Preis – Karat

Hier kommen die Karatangaben von Gold ins Spiel. Je weniger Gold in einer Legierung (und zum Beispiel umso mehr Kupfer oder Silber) steckt, umso günstiger wird das Gold und somit das Goldene Schmuckstück. Das gängige 18 Karat Gold, auch 750er Gold genannt, besteht zu drei Vierteln aus Gold und einem Viertel aus einem anderem Metall. 

Die Zusammensetzung der häufigsten Goldfarben

Die Goldfarbe Weiss

Für weisses Gold, wurde früher Nickel verwendet. Heute werden, wegen deren besseren Eigenschaften nun meist Palladium und Silber als Legierungsmetalle verwendet. Ein kleiner Anteil von Palladium reicht, um das Gelb in Grau (mit einem leichten Braunton) umzuwandeln. 

Auch hier, je nach Anteil von Silber und Palladium, erscheint das Weissgold weisser, gräulich oder sogar bräunlich.

Die Goldfarbe Gelb

Beim “Standard”-Gelbgold wird beim Legieren versucht, die Farbe so naturgetreu wie möglich zu lassen. Hier wird Kupfer und Silber beigemischt in ungefähr gleichen Anteilen beigemischt. 

Die Goldfarben Rot und Rosé

Beim Rotgold wird ähnlich wie beim Gelbgold hauptsächlich mit Kupfer und Silber legiert. Der Anteil des Kupfer ist jedoch höher als der des Silbers. Dies variiert natürlich auch Farbton zu Farbton. Je mehr Kupfer beigemischt wird, desto spröder und härter wird das Gold in der Verarbeitung. 

Die Goldfarben und die Karatangaben

Je nachdem wie hoch der Anteil an „fremdem Metall“ ausfällt mit dem das reine Gold vermischt ist, entstehen verschiedene Karat-Legierungen. Die Reinheit kann auf zwei unterschiedliche Arten angegeben werden. Entweder als Zahl des Feingehalts oder als Karat.

In der Schweiz und Deutschland wird vor allem das 750er, bekannt auch als 18 Karat Gold zu Schmuck verarbeitet. Reines Gold hat die Angabe 999.99 oder 24 Karat. In einem Gramm Gold unseres 18 Karat Schmucks, befindet sich also ein Viertel “fremdes Metall”.

Je nach Land wird mit unterschiedlichem Feingehalt gearbeitet. In der USA wird normalerweise 14 Karat gearbeitet, das auch als 585er Gold gekennzeichnet ist. Im Osten von Europa wird wiederum eher 20 Karat und oder sogar noch “reineres” Gold zu Schmuck verarbeitet. Der Grund ist simpel: Der Schmuck wird oft als Wertanlage gekauft und gar nicht unbedingt um getragen zu werden. Von daher darf das Material durchaus weniger widerstandsfähig sein.

Tatsächlich dachte ich früher auch, dass Gold in den verschiedenen Farben in der Natur einfach gefunden werden kann. Du weisst es jetzt besser und kennst das ganze Geheimnis rund um die verschiedenen Farben von Gold und wie die Farben zustande kommen! 

Viel Spass beim Finden deines Goldes! 

 

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